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Und es geschah im Jahr 1928, ...


  

 

... dass sich in der „Waldschänke“ der Waldsiedlung Hakenfelde neun Herren zusammenfanden. Verbürgter Gründungstag des „Kegelklub Hakenfelde 1928“ war der 8. Februar 1928.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Kurt Manns, der bereits 1929 als Verbandsmeister auf Schere und später immer wieder sportlich von sich reden machte und der sicherlich für die spätere Bedeutung und den guten Namen „Hakenfeldes“ im Sportkegeln mit die Weichen stellte. Zunächst dem Zweck verschrieben, das Kegeln als Geselligkeit zu betreiben, gewannen im Klub bald die Sportkegler die Überhand und nach einigen Austritten Älterer und Neubeitritten Jüngerer wurde aus dem „Kegelklub Hakenfelde“ am 1. Oktober 1928 der „Sportkegelklub (SK) Hakenfelde“, der dem „Verband der Kegelklubs von Spandau und Umgebung“ beitrat. Zur „Umgebung“ gehörten Orte wie Nauen, Wustermark, Falkensee usw. In diesen Orten Spiele („Kämpfe“) auszutragen, bedeutete immer eine kleine Reise mit der Eisenbahn oder dem Fahrrad zu Kegelhallen, die oft irgendwo „j. w. d.“ im Wald lagen. Keines der Mitglieder konnte sich damals schon ein Automobil leisten. Trainings- und Heimatbahnen waren bei Julius Loebel in Hakenfelde im Ausflugsrestaurant Karlslust. Der Klub spielte alle drei Bahnarten: Bohle, Schere und Asphalt.

Die Kegel wurden damals natürlich von Hand „aufgesetzt“.

 

Über die Gründung und die Geschichte des Klubs „Edelholz“ liegen in Folge der Kriegswirren leider keine schriftlichen geschichtlichen Daten und Unterlagen mehr vor. Edelholz wurde ebenfalls 1928 von einigen Männern, die das sportliche Kegeln betreiben wollten, im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg gegründet. Mitglieder der ersten Stunde sind in Ermangelung einer Chronik namentlich leider nicht mehr bekannt. In den ersten Jahren, bis zum Ausbruch des Krieges, hielten sich die sportlichen Erfolge noch in bescheidenem Rahmen. Man gehörte nicht zur Spitze.

 

 

 

Dem Klub „Hakenfelde“ gelang nach ersten Anfangserfolgen in den Vorjahren im Jahre 1934 der erste größere Coup, der weit über die Grenzen Spandaus starke Beachtung fand.

Im „Morgenpost-Pokal“, einem Pokal-Wettbewerb der damals größten deutschen Tageszeitung, in dem zu Beginn 100 Mannschaften starteten, wurde in der Endrunde in der Sporthalle Steglitz der damalige „Deutsche Kampfspielsieger“

zu vergleichen mit der Deutschen Meisterschaft – Hertha BSC besiegt. Dort spielten solche Asse wie Kurt Haagen und der oftmalige „Deutsche Einzelmeister“ Karl Buckow. Die letzten Starter des Pokalspiels wurden vom „Funkecho“ (heute würde man sagen „live“) im Rundfunk übertragen. Das eigentliche Endspiel aber verlor die junge Hakenfelder Mannschaft. Gegner war „Alter Stamm“ – mit solchen in Keglerkreisen gut klingenden Namen wie Albert Lübeck, Robert Hoffmann, Walter Zahlmann, Erwin Haase und Fritz Otto.

Bis zum Kriegsbeginn 1939 errang „Hakenfelde“ noch viele große und schöne Erfolge.
Durch Einberufung zur Wehrmacht und durch Verlagerung der Arbeitsplätze waren 1943 allerdings nur noch drei Mitglieder in Berlin. Der Spielbetrieb musste ruhen.

Der Neubeginn für den „SK Hakenfelde“ kam im Herbst 1945 in Form der „Kegelsparte VI“, eine Bezeichnung unter der einige Spandauer Klubs zusammengefasst wurden - die alten Namen durften auf Anordnung der Alliierten zunächst nicht verwendet werden.
Serienspiele wurden ab Januar 1946 wieder durchgeführt.

Der 8. Februar 1947, auf den Tag genau 19 Jahre nach Gründung des Klubs „Hakenfelde“, war ein schwarzer Tag für ganz Spandau. Auch die Kegler wurden hart getroffen. Während eines Maskenballs im Saal bei Loebel brach ein Brand aus, der über 90 Tote forderte. Alle anwesende Kegler von „Hakenfelde“ konnten sich und ihre Frauen in Sicherheit bringen. Der Großbrand vernichtete auch die Kegelbahnen. Somit hatte ganz Spandau keine Bahnen mehr, die sportlichen Anforderungen gerecht wurden. Am 7.12.1947 wurde die Gründung des „Vereins der Kegler von Spandau“ von der britischen Kommandantur genehmigt, erlaubte den Klubs aber nur die Betätigung im britischen Sektor – eine sportliche Trennung von den Berliner Keglern, die nicht allzu lange Bestand hatte.

 

 

„Hakenfelde“ spielte nun auf den verschiedensten Bahnen in ganz Berlin. Zuletzt regelmäßig in der am 13. Mai 1950 offiziell eröffneten, neu erbauten Halle in der Hasenheide, wo auch der Klub selbst eine neue Heimat fand (z.B. nahm Hakenfelde mit 15 Startern am 9.1.1951 beim 1.Durchgang der Berliner Einzelmeisterschaft mit etwa 1300 Keglern teil). Die Sportkegelhalle in der Hasenheide war mit zehn Bohle-, zwei Schere- und zwei Asphaltbahnen und einer „Amerikabahn“ eine der größten und beeindruckendsten Kegelhallen ihrer Zeit und sollte das Sportkegeln in Berlin auch noch lange Zeit danach weit voranbringen – ein Verdienst von Willy Langhans und seinen Mitstreitern, der damit für den Verein Berliner Sportkegler - und für das Sportkegeln in Berlin überhaupt - einen nicht zu unterschätzenden Meilenstein gesetzt hatte. Die Halle trug später seinen Namen. Bald schon trat der Klub dem VBS bei. „Hakenfeldes“ damalige Klubmitglieder wohnten allerdings allesamt in Spandau. Sie nahmen also für den Kegelsport und das wöchentliche Training große Strapazen auf sich - in einer Zeit ohne Auto und mit nur schlechten Fahrverbindungen.

 

Bald nach diesem „Neubeginn“ gelangen „Hakenfelde“ in den 50er Jahren die ersten neuen Erfolge. Der Klub gewann den „RIAS“-Pokal („Rundfunk im Amerikanischen Sektor“), ein K.O.-Turnier mit anfangs über 160 Mannschaften, und war oft Gruppensieger in der Oberliga, der damals höchsten Berliner Spielklasse – eine Bundesliga gab es noch nicht. Sogar der Berliner Meistertitel, der gesondert ausgespielt wurde, konnte an die „Grün-Weißen Fahnen“ geheftet werden. Einige der Spieler aus den 50ern: Kurt Manns, Walter Meier, Erwin Linke, Ferdinand Thiele, Gerhard Krummnow, Helmut Wolf, Paul Konarski, Egon Völz, Walter Erdmann, Karl-Heinz Siegmund und bei der Jugend Werner Erdmann, Peter Manns und Werner Gossmann. Man beachte, dass die„Jugend“ damals Spieler bis 21 Jahre umfasste.

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Klubs SK Hakenfelde im Jahr 1953 wurde in der Sportkegelhalle Hasenheide ein Paarturnier durchgeführt: 104 Paare von 108 gemeldeten spielten drei Tage um 15 doppelte Ehrenpreise jeweils 200 Wurf (100 Wurf pro Partner).

 

An einem der Turnier-Tage wurde zeitgleich der damals jährlich stattfindende Traditions-Wettkampf zwischen Hakenfelde, Außenseiter, Lindenhof und Spandauer Sportverein ausgetragen, den der Jubilar gewann. Für Hakenfelde starteten Kurt Manns, die Sportkameraden Helmut Wolf, Bruno Ahrendt und Werner Erdmann sowie Paul Konarski und Heinz Zadow. Das abendliche Tauziehen zwischen zehn Hakenfeldern und einer aus zehn Mannen der Gästeschar gemischten Mannschaft konnte Hakenfelde ebenfalls für sich entscheiden. Die Frauen waren bei einem Wettangeln gefordert.

 

 

Beim Klub „Edelholz“ stellten sich nach dem Krieg, zunächst unter dem „Ersatz“-Namen „Prenzlauer Berg Nordost“, sowohl in den 5er- wie auch bei den 12er-Kämpfen erste Erfolge ein. Ab und an gelang eine Abteilungsmeisterschaft und der eine und andere Aufstieg. Auch die Edelhölzer waren durch den Verlust der eigenen Bahnen im Prenzlauer Berg nach dem Krieg gezwungen in eine neue Halle – eben die Hasenheide – umzuziehen und traten dem VBS bei. Anfang der 50er Jahre spielte auch „Edelholz“ in der Oberliga. Stellvertretend einige Namen, die den Klub bei Meisterschaften und Repräsentativspielen vertraten: Max Behrens, Max Klahr, Max Mühlenberg und Alfred Steiner. Nach Aufnahme eines geregelten Jugend-Spielbetriebes desgleichen Günter Behrens, Wolfgang Behrens und Manfred Steiner. Beide Klubs hatten zwar nun Erfolge („Hakenfelde“ auf Schere, „Edelholz“ auf Bohle), aber Mitte der 50er Jahre zeigten sich doch gewisse sportliche „Schwächen“ („Hakenfelde“ drohte auf Bohle abzusteigen, „Edelholz“ auf Schere). So beschlossen die Klubs, an der Spitze ihre Vorsitzenden Egon Völz und Max Behrens, sich im Jahre 1959 zur „Kegelsportlichen Vereinigung Hakenfelde Edelholz“ zu vereinen. Man kannte sich auch vorher schon sehr gut und pflegte bereits freundschaftliche Kontakte, sodass eine gute Grundlage gegeben war. Der Name H-E entstand erst später. Der Grund waren die fürchterlichen Abkürzungen, u.a. „Hakfed“ usw., die man aus „Hakenfelde-Edelholz“ machte und in der Zeitung oder auf Ergebnislisten zu lesen bekam. Das „Berlin“ kam durch die spätere Bundesligazeit hinzu.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen glücklosen Vereinigungen, wo sich die gewünschten großen Erfolge nur selten einstellten, begann „Hakenfelde-Edelholz“ gleich in der ersten Saison mit Paukenschlägen auf beiden Bahnarten. Berliner Meister auf Schere und Startberechtigung auf Bohle beim Bundesfest und den gleichzeitig ausgetragenen Deutschen Meisterschaften in Köln 1960. Zu einem Platz auf dem Treppchen reichte es allerdings noch nicht, hatte „Hakenfelde-Edelholz“ doch mit Peter Manns, Günter Behrens, Wolfgang Behrens, Manfred Steiner und Werner Gossmann auf beiden Bahnarten die jeweils jüngste Mannschaft gestellt, die sich je um Meisterehren auf so hoher Ebene bewarb. Der älteste Spieler war 25 Jahre alt!

 

 

Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 riss auch in die Keglergemeinde eine tiefe Wunde und man musste sich in den beiden nun getrennten Teilen der Stadt mit dem neuen Zustand und den zerschnittenen Kontakten zunächst einmal abfinden. Bis zum Jahr 1968 spielte H-E auf Schere und Bohle um Sieg und Platz hervorragend mit im Berliner Kegelgeschehen. Auch die unteren Mannschaften konnten viele Klassen- und Abteilungsmeisterschaften erringen. Mittlerweile gab es Kegelautomaten, die das „Aufstellen“ per Hand ablösten – und eine Menge „Handgelder“ und „Zuverdienste“ überflüssig machten. In West-Berlin wurde für die Saison 1968/1969 die Landesliga als oberste Berliner Spielklasse eingeführt. In eben diesem Jahr 1968 wurde H-E I zuvor auf Bohle wieder einmal VBS-Meister und war somit für die neue Liga qualifiziert. Unser Sportkamerad Richard Jahn konnte diesen Sieg nicht mehr miterleben. Er verstarb kurz nach Beendigung seines Starts an Kreislaufversagen, während die anderen Kameraden noch um den Sieg stritten. Ab 1969 stellte der Klub seine Beteiligung am Schere-Spielbetrieb ein. Man hatte schon damals erkannt, dass man „vorne“ nur mitmischen kann, wenn man konzentriert übt. Und für beide Bahnarten erwies sich das als zu zeitaufwendig. Als ebenfalls mit Saisonbeginn 1968/1969 die Bundesliga für 5er-Mannschaften auf Bohle eingeführt wurde (je Spieler 100 Wurf  auf neutralen Bahnen), verpasste Hakenfelde-Edelholz nur ganz knapp die Einreihung in diese höchste Spielklasse.

 

 

Der Klub belegte trotz der Meisterschaft in einer Berlin-internen Punktwertung für den Aufstieg hinter Rot-Weiss und TuS Neukölln in Berlin nur den dritten Platz. Wir fanden dies zunächst gar nicht so unangenehm, wusste doch niemand so genau, wie dieses Unternehmen laufen würde und was an Aufwand und – trotz öffentlicher Fördermittel, die es damals noch für die Bundesligaklubs gab – an Kosten auf den Klub zukämen. Die West-Berliner Klubs mussten für die Reisen zu den Spielen nach Westdeutschland (zunächst noch auf neutralen Bahnen) immer erhebliche Entfernungen zurücklegen und Übernachtungen in Kauf nehmen. Allein aus Klubbeiträgen wäre dies für H-E damals nicht zu finanzieren gewesen. Als jedoch die Kunde der beiden Berliner Bundesligisten kam, dass Dank der Zuschüsse von Verein und öffentlicher Hand die Bundesliga (und es gab damals nur die 1.Bundesliga) zumindest finanziell kein Abenteuer ist, wollte H-E es doch versuchen, auch mal „Höhenluft“ zu schnuppern. Am Ende der Saison 1970/1971, im Mai 1971, schlug dann die große Stunde. Nach den zweitägigen Aufstiegsspielen auf nicht ganz neutralen Bahnen in Hannover gelang der Mannschaft G. Behrens, R. Zeidler, K. Pietsch, M. Steiner und Th. Wiedermann mit 9 Holz vor dem Zweiten (Losebeck Hildesheim) und 11 Holz vor dem Dritten (Sparta Hannover) der Aufstieg in die 1.Bundesliga als beste von elf Mannschaften. Aus Hakenfelde-Edelholz wurde H-E Berlin.

 

 

Es sollte wieder eine sehr prägende Zeit für H-E werden. In der obersten Liga des Leistungssports Sportkegeln lernte auch H-E sehr viel. Man lernte „professioneller“ zu trainieren. Man lernte, dass man mit den „Großen“ mithalten konnte – wenn auch nicht in allen Spielen und der Klub wuchs noch stärker zusammen. Zunächst konnte die Bundesliga gehalten werden. H-E konnte allen Spitzenklubs Niederlagen beibringen. Es reichte für gute oder knappe Mittelplätze - auch aus der Schlinge des Abstieges konnte man sich befreien. Spieler wie zunächst Rudi Zeidler, Theo Wiedermann und dann immer wieder Günter Behrens, Manfred Steiner, Klaus Pietsch, Werner Goßmann sowie später auch Siegmar Born (ehemaliger deutscher Juniorenmeister), Dieter Henke, Karl-Heinz Berger, Wolfgang Omak und Klaus Preugschat prägten zu dieser Zeit das Bild der ersten Mannschaft.

Bis 1977 sollte es dauern, als der 1.Mannschaft als 5er-Mannschaft in der Bundesliga der bisher größte Erfolg einer Mannschaft unseres Klubs gelang: H-E Berlin I (G. Behrens, K.-H. Berger, S. Born, W. Omak, K. Pietsch, M. Steiner, K. Preugschat) belegte in der Saison 1976/1977 den 2.Platz in der Bundesliga – Deutscher Vizemeister der Klubmannschaften!

 

Parallel zu diesem Erfolg hatte sich der Klub H-E in den zurück liegenden Jahren zu einem Leistungssportklub entwickelt: lange schon spielten 4 Mannschaften sehr erfolgreich. Durch die Initiative und das Engagement des Sportwartes Klaus Preugschat, einer der ersten Lizenztrainer im Bohlebereich, wurde die Jugendarbeit erneut vorangetrieben. Ab 1971 wurden mehr und mehr leistungsstarke Jugendliche und Junioren bei H-E ausgebildet und gefördert: u. a. Spieler wie Andreas und Thomas Methner, Wolfgang Linke, Martin Preugschat, Gerhard und Christian Omak, Christian Schuster, Lutz Schulz und Andreas Schwiderski. Stefan Zschammer, Andreas Pätzel, Frank Schmoz u.a. kamen mit Manfred Pätzel als komplette Jugendabteilung von Oberhavel zu uns. Dirk Peterson, Andreas Hentschel, Thomas Prill, später Sven Janiszewski und heute Oliver Fidorra, Max Scholz, Engin Tandogan und Julian Kaiser vertraten, vertreten oder vertreten in Zukunft H-E Berlin bei den Berliner und Deutschen Jugendmeisterschaften und Repräsentationsspielen. Dabei waren 1978/79 Martin Preugschat und 1979/80 Wolfgang Linke zwei der ersten Jugendlichen, die in der 1.Bundes-liga spielten. M. Preugschat, W. Linke und später Th. Prill waren Jugendnationalspieler

(Th. Prill auf Asphalt - daneben war er mehrfacher Deutscher Jugendmeister mit der Bohlemannschaft und auf Dreibahnen). W. Linke wurde auch Nationalspieler bei den Herren.

Auch aus diesen Gründen sollte die Saison 1976/1977 eine der erfolgreichsten der Klubgeschichte werden: allein drei H-E-Jugendspieler waren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vertreten. Martin Preugschat wurde bei der A-Jugend Deutscher Jugendmeister mit der Mannschaft (nach dem Vorjahresmannschaftstitel mit der B-Jugend), Wolfgang Linke holte Bronze im B-Jugend Einzel (und wurde 1978 Deutscher Jugendmeister im Einzel). Bei den „Großen Deutschen“ wurde bei den Herren Günter Behrens wieder einmal Deutscher Meister mit der VBS-Mannschaft. Erstmalig ab der Saison 1975/1976 konnte als „Ersatz“ für die 1.Mannschaft eine sogenannte „I b“-Mannschaft in die obersten Spielklassen des VBS gemeldet werden. H-E I b fing in der 3.Klasse an und stieg 1977 bereits das zweite Mal in Folge auf. Ebenso 1978, 1979 und 1980 – fünf Aufstiege in Folge: Durchmarsch in die Landesliga! Des weiteren spielte H-E II schon jahrelang in der „Vereinsstaffel“, der Spitze der „unteren“ Spielklassen des VBS. Der „Unterbau“ war also vorhanden und stark. Dennoch sollte es auf lange Sicht für „ganz oben“ nicht reichen.

 

 

1977/1978 entstanden bei den Herren unterhalb der 1. Bundesliga die „Regionalligen“ Nord und Süd, die 1978/79 zu „2.Bundesligen“ wurden – es wurden 6er-Mannschaften, 200 Wurf je Spieler und später Heim- und Auswärtsspiele eingeführt. Kaum gab es die 2.Bundesligen, erwischte es H-E: 1979 stieg die 1. Mannschaft in die 2. Bundesliga Nord ab. Im gleichen Jahr stellte H-E Berlin mit Martin Preugschat den Deutschen Vizemeister bei den Junioren. Ein erneuter Aufstieg in die 1. Liga gelang 1982, doch stieg man nach der Saison 1982/1983 erneut ab. Es folgten von 1983/84 bis 1988/89 weitere sechs Jahre zweite Liga. Mit Werner Schuster, Ulrich Kühl und Wolfgang Horn sowie Heinz Gohlisch schlossen sich für H-E sportlich und menschlich tolle Typen dem Klub an. In den 80er Jahren versuchte sich H-E parallel zum Engagement in der 2. Bundesliga nach langer Zeit wieder einmal mit einer 6er-Asphalt-Mannschaft (100 Wurf), in der viele Spieler mitwirkten: W. Linke, G. Omak, M. Preugschat, T. Prill, Chr. Schuster, C. Omak, W. Horn, K. Preugschat. Sie begann in der untersten Spielklasse des VBS und stieg viermal in Folge auf bis die Möglichkeit zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Asphalt-Landesliga bestand. H-E verzichtete jedoch und meldete die Asphalt-Truppe wieder ab. Sie war zum größten Teil identisch mit der 1.Bohle-Mannschaft und diente eigentlich Spaß- und Trainingszwecken. Für die Landesliga hätte man sich auf Asphalt spezialisieren müssen. Zudem war die Asphalt-Landesligasaison zeitlich mit der Bohle-Bundesliga unvereinbar.

 

 

1989, im Jahr des Mauerfalls, 18 Jahre nach dem Bundesliga-Aufstieg, musste H-E erstmalig in die Bohle-Landesliga zurück: Abstieg aus der 2. Bundesliga. Zunächst nur kurz, denn am Ende der Saison 1991/92 gelang der Wiederaufstieg in die 2.Liga – leider erneut für nur eine Saison (1992/93). Der „Umzug“ 1993 aus der Hasenheide in die Sportkegelhalle am Anhalter wurde zwar gut verkraftet, aber dennoch benötigten Mannschaft und Klub die nächsten Jahre um sich zu fangen. Ab 1993/94 hieß es also wieder Landesliga. W. Linke verließ den Klub für einige Jahre (1993 bis 1996) in Richtung 1.Bundesliga, G. Omak hörte ganz auf. Die Zahl der gemeldeten Mannschaften schrumpfte auf zwei, später konnte H-E nur noch eine Mannschaft halten. Alle ehemaligen Jugendlichen, außer M. Preugschat, hörten aus beruflichen oder studientechnischen Gründen auf oder gingen aus Berlin weg. Zudem verstarb viel zu früh Christian Omak in Folge eines Unfalls. Dennoch gelang es

H-E I 1997 und 1998 zunächst zweimal hintereinander Berliner Vizemeister zu werden und im Anschluss 1999 und 2000 zweimal hintereinander Berliner Meister. Der Klub musste leider in beiden Jahren auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2.Bundesliga verzichten, da es - trotz des Zugangs von Sven Janiszewski 1998 - an einer ausreichenden „Spielerdecke“ mangelte. 2001 folgte noch einmal ein Berliner Vizemeistertitel - in den Folgejahren nur ein 9. (2002), ein 8. (2003) und ein 6. Platz (2004) in der Landesliga. Erwähnt sei, dass in den 90er Jahren, zunächst nur auf Landesebene, das Spielen über 120 Wurf eingeführt wurde - die Bundesliga folgte später.

 

 

Die Anfangsjahre des neuen Jahrtausends waren „dunkle Jahre“ - Jahre des Umbruchs und Neuaufbaus. Wolfgang Horn stirbt im Dezember 2001 nach kurzer, schwerer Krankheit. Günter Behrens hört aus gesundheitlichen und Altersgründen 2002 als aktiver Spieler auf. Im Jahr 2004 versterben innerhalb von drei Monaten nach schwerer Krankheit Günter Vierhufe und Günter Peters sowie – für alle überraschend – Heinz Gohlisch. 2005 hört Wolfgang Omak als aktiver Spieler auf und Klaus Preugschat erklärt aus gesundheitlichen und Altersgründen seinen Rücktritt aus der 1.Mannschaft. Aber: Patrick Sachse (2003) und Jörg Leske (2005) kommen zu H-E und 2004 gelingt es, Gerhard Omak zu reaktivieren, der zur Form seines Lebens auflaufen sollte.

2005 schafft es H-E, sich mit einem vierten Platz im oberen Drittel der Landesliga zurückzumelden. Dieser Tabellenbereich wurde seitdem nicht wieder aufgegeben. 2006 folgte ein dritter Platz und 2007 sowie 2008 konnte H-E jeweils nur knapp hinter dem Meister die Berliner Vizemeisterschaft erringen. Dazu trugen starke Neuzugänge bei: Ralf Krause, Patrick Winter (Deutscher Jugendmeister und Jugendnationalspieler), Thomas Turner, Alexander Wach und Michael Wach, die zusammen mit unseren Jugendlichen Oliver Fidorra, Maximilian Scholz, Engin Tandogan und Julian Kaiser den Gedanken an eine zukünftige Teilnahme an Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga am Leben halten - trotz des noch heute bedauerten Weggangs von Gerhard Omak im Juni 2007 zu Rot-Weiss Berlin.

 

 

In der Saison 2006/2007 sowie in der Saison 2007/2008 konnte erstmals nach über zehn Jahren wieder eine II. Mannschaft - noch als Vierer-Mannschaft - gemeldet werden, die auch sofort die Abteilungsmeisterschaft gewann.

Ab der Saison 2008/2009 ging die 2. Mannschaft wieder als Sechser-Mannschaft an den Start und steigt 2009 auch gleich als Sieger der 1. Klasse in die Liga auf. In 2008 wird Patrick Winter im Doppel zusammen mit Patrick Sachse Berliner Vizemeister und im Einzel Deutscher Vizemeister der Junioren. Im selben Jahr feiert die KSV Hakenfelde-Edelholz Berlin 1928 ihr 80-jähriges Bestehen. Geladen werden Kegelfreunde aus ganz Berlin zu einem Jubiläums-Doppelturnier, dessen Sieger bei dieser Veranstaltung nicht aus den eigenen Reihen kommen sollten.

 

                                       

 

2009 fahren Maximilian Scholz und Oliver Fidorra für die Jugendsportgemeinschaft Berlin zur Deutschen  Jugend-Meisterschaft  nach Husum und werden Deutscher Vize-Meister mit der Mannschaft. 2010 wird H-E II Ligameister und steigt somit zum zweiten Mal in Folge auf. In der Saison 2010/11 spielt somit die 2. Mannschaft in der Oberliga - nur noch eine Liga unterhalb der 1. Mannschaft.

Bei den Einzelwettbewerben im gleichen Jahr  wird  Maximilian Scholz  Erster bei den VBS-Meisterschaften  der Jugend. Julian Kaiser  kann sich als  Dritter  ebenfalls einen  Podestplatz  erkämpfen. Bei den  Landesmeisterschaften 2010  kann sich  Maximilian Scholz  sogar als Berliner Meister  durchsetzen. Auch hier hat sich mit  Oliver Fidorra  noch ein  weiterer  Jugendlicher aus der  H-E-eigenen  Jugend auf den 3. Platz spielen können. Maximilian und  Oliver haben den  Klub und die  JSG  Berlin in der  Mannschaft bei den  Deutschen Jugendmeister-schaften in Hamburg  vertreten und einen guten  4. Platz herausgespielt. Oliver erkämpft sich in seinem letzten Jahr in der Jugend einen sehr guten 5. Platz bei der Einzelmeisterschaft.

                       

 

 

 


 

 

Um die sportliche Zukunft sollte uns also nicht bange sein.

Weitere Mitstreiter werden gesucht und sind herzlich willkommen!

 

 

 

KSV H - E Berlin e.V.  | info@he-berlin.de